Die Stubaier
Alpen liegen im Herzen Tirols, des „Landes im Gebirge“, wie es im
Mittelalter genannt wurde, begrenzt von den großen Talfurchen des Wipptals,
Oberinntals und Ötztals, und bieten lohnende Ziele für jede Art von
alpiner Freizeitgestaltung, vom beschaulichen Wandern über den
Sommerskilauf, Wanderungen von Hütte zu Hütte, Besteigungen der großen
Gletscherberge des Hochstubais bis zu den extremen Feisklettereien in den
Kalkkögeln, den Bergen des Serleskamms oder der Tribulaungruppe. Die
Stubaier Alpen erhalten ihr charakteristisches Gepräge durch den Kontrast
zwischen grünen Wäldern und Almregionen einerseits, dem Fels und Eis des
Hochgebirges andererseits. Eine Eigentümlichkeit sind die kleineren, auf
den Urgesteinssockel aufgesetzten Kalkmassive, die den Ostteil des
Gebirges prägen: die Kalkkögel, der EIfer, der Serleskamm, die
Tribulaungruppe, die Weißwandspitze, die Moarer und Telfer Weißen.
Fast alle Teile des Stubais sind durch ein dichtes Netz an Wegen, Hütten
und mechanischen Aufstiegshilfen (Seilbahnen und Lifte) erschlossen, in
den Tälern hat sich im Lauf der vergangenen Jahrzehnte der Fremdenverkehr
zum wichtigsten Wirtschaftszweig entwickelt. Dennoch prägt die alte
Bergbauernwirtschaft noch weithin die Landschaft, mit ihren Einödhöfen,
Bergmähdern, Almhütten, dem Vieh, das wie ehedem im Frühsommer auf die
Almen getrieben wird und im Herbst wieder herunter. All die
Eigentümlichkeit, die wilde und gezähmte Schönheit des Tiroler Landes
ebenso wie sein manchmal problematischer Übergang in die modernen Zeiten
ist in den Stubaier Alpen auf engem Raum zu bestaunen.
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