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Wir
hatten nichts bei uns für eine Tour, nur Abenteuerlust. Nach 10
Minuten standen wir vor der Demetzhütte. Es war kalt, eng, sehr windig
und kein Sonnenstrahl, dafür hatten wir einen schönen Blick nach
Westen über die Seiser Alm, die voll in der Sonne vor uns lag. Ein
Kontrast wie er nicht größer sein kann. Hier die enge Schlucht mit
Altschnee, Geröll und wilder Steilheit und dort eine sanfte, grüne und
weite gewellte Landschaft.
Steil geht nun unser Steig hinab von 2681 m Höhe zu den Cofin Böden
auf ca. 2000 m. |
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Der
Steig durch das Schuttkar führt über Serpentinen und Blockwerk an der
Langkofelhütte vorbei (Trittsicherheit ist gefragt) bis zur
Steiggablung. Hier gehen wir auf den Steig nach links. Auf ihm, an
Geröllhänden entlang , unter den Plattkofel-Nordwänden nach Westen.
Später über Wiesen empor zur Schulter des Piz da Uridl 2041 m. Wir
laufen jetzt durch eine Landschaft, in der sich die Alm mit den
Felsabstürzen des Plattkofel berühren.
Das was die Dolomiten ausmacht, ist das besondere Licht am späten
Nachmittag, was alles ins besondere rötliche Licht taucht. In der
Ferne sehen wir den Berghof Zallinger und die Murmeltier-Hütte in der
untergehenden Sonne.
Weiter geht unser Weg durch Wiesen und Blockwerk bis zum Weg 9. Nun
links steil hinauf zum Fassajoch mit der Plattkofel-Hütte 2300 m. Bei
der Hütte angekommen verzichten wir darauf, in der überfüllten Hütte
einzukehren, setzen uns vor die Hütte und geniessen hier draußen die
Stille und Abendstimmung. Nach einer erholsamen Rast geht es auf dem
F. Augustweg eine große steile Mulde querend im leichten auf u. ab
über eine Schulter zur Sandro Pertini Hütte, immer mit Blick auf die
Marmolada. Ohne nennenswerten Höhenverlust kommen wir zur F. August
Hütte. Von hier bummelten wir zum Parkplatz am Sellajoch hinab.
Wir wollten zwar nur einen Orientierungstag an den ersten Urlaubstagen
verbringen, aber nun war es auf einmal ein schöner Tourentag geworden.
Reine Gehzeit ca. 4,5 Std. Trittsicherheit sind gefragt HA 300 m HU
800 m |