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Unser Weg
geht die Fahrstraße hinauf zum Panorama Hotel (2009 m) ca. 45
Min. Das Hotel macht seinem Namen alle Ehre. Von hier hat man einen
Rundblick, der uns nicht mehr aus dem Kopf geht. Rechts der gewaltige
Schlern mit dem Kamm der Roßzähne, die Marmolada mit Lang- u. Plattkofel
sowie ein Teil der Sella. Wir hatten gutes Wetter und so sahen wir im
Norden die Ötztaler- und Ortlergruppe mit ihren vereisten Gipfeln und wir
mitten drin. Unser Tagesziel waren die Schlernhäuser (2457 m). Unser Weg
führt leicht ansteigend an der Laurin Hütte vorbei. Über einen
Holzbohlensteig überqueren wir eine sehr nasse Almwiese und sind mitten im
Naturpark Schlern, in dem noch Eisenhut, Roter Steinbrech und Enzian
blühen. Ab hier geht der Steig parallel zum Bachlauf mit einem
Höhenverlust von ca. 290 m zur Saltnerhütte, eine sehr urige und alte
Hütte. Wunderschön gelegen. Ab dem Verlust der Höhe sind auf einmal auch
weniger Wanderer unterwegs, es ist viel ruhiger geworden. Nun gehen wir
über dem Tschapitbach nach rechts und kommen auf den Touristensteig, der
uns zu den Schlernhäusern führen soll. Bis hier ca. 2 Std. Nun liegen 740
Höhenmeter vor uns. Im Anfang geht es durch einen Hochwald, durch
ausgetrocknete Bachläufe über leichten Fels und in Serpentinen, zum
Schluss
steil, hinauf zu der grasbedeckten Hochfläche des Schlern. Nur noch wenige
Höhenmeter und wir sind an den Schlernhäusern (2457 m), in denen wir
übernachten. Im Anstieg hatten wir eine Fernsicht die noch gewaltiger ist,
als schon am Panorama Hotel beschrieben.
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Aus unserem Tourenbuch: Freitag den 17.08.02 Wir wollten eine
Hüttentour von Compatsch über die Schlernhäuser zum Tierser Alphaus
machen, 1. Tag, dann am 2. Tag über den Molignonpass, Grasleitenkessel
auf den Passo de Principe, Antermoia Pass zur Hütte weiter über den
Dona Pass ins Duron Tal und zurück zum Tierser Alphaus am 3. Tag, über
Duron Pass nach Compatsch. Aber wie so oft, man plant und hofft, das
Wetter hält. Denn das Wetter schlägt innerhalb von Minuten um. Gerade
noch 25 Grad, herrlicher Sonnenschein, dann Regen Gewitter, Hagel,
kurz gesagt ein Unwetter wie wir es noch nicht erlebt hatten. Wir
waren zu dem Zeitpunkt auf dem Touristensteig ca. 2000 m hoch. Was
sollten wir machen, umkehren oder weiter? Wir entschieden uns für das
letztere . Schnell die Regensachen an und weiter. Die Abstände
zwischen Blitz und Donner wurden immer kürzer bis beides gleichzeitig
war. Es war ein beängstigendes Gefühl. Hagel größer als Erbsen und die
Sicht kaum 10 Meter. Jetzt hieß es durchhalten und hinauf zur
trockenen Hütte. Die ausgetrockneten Bachbetten waren Sturzbäche das
Wasser lief in unsere Schuhe. Bei diesem Wetter hilft auch kein
Goretex. Wir waren einfach durch und durch nass. Diese Situation war
eine Grenzerfahrung für uns, Tonga kam schutzsuchend in unsere Nähe.
Nach 1,5 h, das Wetter änderte sich nicht, kamen wir durchnässt zu
den Schlernhäusern mit der Hoffnung, noch zum Tierser Alphaus zu
kommen. Aber das Wetter hatte sich wohl festgesetzt und wütete bis
zum nächsten Morgen, so dass wir hier übernachten mussten .
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