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Der Niederrhein
ist eine Landschaft die erst beim zweiten hinsehen sich in seiner
Schönheit zeigt. Diese Landschaft muss man erwandern mit den Beinen
oder per Rad, erst dann erkennt man, was rechts und links des Rheins sich
für ein Kleinod hier befindet. Geprägt wurde diese Landschaft durch seinen
Strom dem Rhein und den Gletschermoränen der Eiszeit. Noch heute erkennt
man bis zu mehren Kilometer landeinwärts die Altarme des Rheins die
unterirdisch mit dem Strom verbunden sind.
Durch den hohen
Grundwasserspiegel erlaubt es die Natur, dass hier Lebensbedingungen
geschaffen sind für Pflanzen und Tiere die es in der Nachbarschaft der
Industrie, sonst gar nicht mehr gibt. Hier sind noch die Stand- und
Brutorte für Wasservögel und seltene Feuchtblüter.
Diese Landschaft ist vielfältig
und abwechslungsreich. Felder, Wiesen, Koppeln mit den typischen
Kopfweiden, einsame Landwege, Tümpel sowie Altarme mit Bauernhöfe wechseln
mit verträumten Orten. Heidegebieten und bewaldete Höhenzüge. Flüsse
schlängeln sich durch die Ebenen. Kirchen, Klöster, Wasserschlösser und
alte Windmühlen im Niederungsgebiet von Rhein und Maas. Der Wanderer ist
überrascht von seinem herben Reiz, dieser von der Industrie noch
wenig belasteten und zerschnittenen Landschaft. An einem Herbsttag
frühmorgens muss man den Tau und Nebel gesehen haben um den Reiz der
Landschaft zu genießen |