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Wallis, Land der höchsten schneebedeckten
Gipfel, der riesigen Gletscher, der steilen Flanken und der
schluchtartigen Täler. Ist hier Raum zum Wandern? Ja, dieses Bergland
ist vielseitig wie kein zweites in den Alpen, denn die meisten der
steilwandigen Täler verfügen über ein so gesagtes zweites Stockwerk
und haben über der Waldgrenze Weiden, sonnige Matten, über welche die
uralten Wege ziehen, von Alphütte zu Alphütte, die oft an wundervollen Punkten erbaut wurden. Pfade, die nur für die Fußgänger,
Mensch wie Tier, errichtet wurden, wo an das Rad noch nicht einmal
gedacht wurde. Wege mit angenehmer Steigung, die auch kühn durch
Schluchten führen oder extreme Steilhänge queren. Verstreut über die
Hänge stehen die Stadel (Heu) und Speicher (Frucht), oft Jahrhunderte
alt und Sinnbild dieses immerwährenden Kampfes um Nahrung. Auf sechs
Steinplatten bewehrten, hölzernen Stelzen stehen die Speicher, um
ungebetenen Nagern den Diebstahl zu vereiteln. Rätselhaft oft, wie
diese Bauwerke die Zeiten überdauern, Schnee und Stürmen trotzen. Im
Wallis stehen über die Hälfte aller alpinen Viertausender. Bergsteiger
aus aller Welt sind hier vor allem im Sommer unterwegs, steigen von
hoch liegenden Hütten auf die Gipfel, und zu allen diesen Unterkünften
führen gute, oft steile Wege durch glanzvolle Landschaft, deshalb
haben wir einige dieser Wege beschrieben. Lassen sie sich von uns auf
unseren Wanderungen von den Worten und Bildern beim lesen entführen.
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